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Grundsätzliches
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Baumbewohner
Als Baumbewohner werden Vogelspinnenarten bezeichnet, die in ihren Verbreitungsgebieten auf Bäumen z.B. in Astlöchern leben.
Diese Spinnenarten sind grundsätzlich sehr flink und sollten beim Hantieren im Terrarium stehts im Auge behalten werden.
Nicht selten nutzen sie die Gunst der Stunde und verlassen Blitzartig das Terrarium. Danach sind sie meist in irgendeiner Ecke
in der Nähe der Zimmerdecke zu finden und unter Umständen nicht leicht wieder einzufangen. Baumbewohnende Vogelspinnenarten
benötigen ein Terrarim, das mindestens 40 cm Höhe hat. Weiterhin sollte eine Korkröhre im Terrarium vorhanden sein, in der
sich die Spinnen verstecken können.
Eine Besonderheit der Baumbewohner ist ihr Umgang mit ihren Exkrementen. Viele dieser Arten
bemühen sich für die Verrichtung des Geschäfts nicht auf den Boden, sondern machen es direkt vom Baum aus. Das wäre nicht weiter
schlimm, wenn sie ihre Hinterlassenschaften nicht mit einer hohen Geschwindigkeit aus sich herauskatapiltieren würden. Diese
Technik der Baumbewohner führt zu ständig verschmutzten Glasscheiben des Terrariums und betrübt somit etwas die Freude an den meist
sehr schönen aber teilweise auch selten zu sehenden Spinnen. Bei Belästigung bombardieren diese Arten nicht, sondern flüchten
grundsätzlich. Haben sie die Möglcihkeit zur Flucht nicht, reagieren viele Arten sehr aggressiv und können auch zubeißen.
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Bodenbewohner
Als Bodenbewohner werden Spinnenarten bezeichnet, die entweder am oder im Boden, in eine selbstgegrabenen Wohnröhre leben. Dabei handelt
es sich meist um recht große Arten mit gedrungenem Körper. Diese Arten bewegen sich meist langsam und bedächtig. Viele
Bodenbewohnenden Vogelspinnenarten tragen Reizhaare auf der Oberseite des Abdomens, die sie zur Verteidigung dem Angreifer durch Reiben
der Hinterbeine am Abdomen entgegenschleudern. Bodenbewohner sollten in Terrarien mit großer Grundfläche und geringer Höhe gehalten
werden. Stark grabende Arten sollte zudem einen etwas höheren Bodengrund angeboten bekommen, damit sie auch im terrarium ihrer
Leidenschaft nachgehen können.
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Häutung
Vogelspinnen haben keine weiche Haut sondern eine feste Hülle aus Chitin. Damit sie wachsen können, müssen sie diese Hülle von Zeit zur
Zeit erneuern. Die Hülle wird komplett abgestreift. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich unter der alten Chitinhülle bereits eine neue
noch flexible Chitinhaut. Direkt nach der Häutung kann die Spinne wachsen solange die Chitinhaut noch flexibel ist. Dies passiert in
den ersten 1-2 Wochen nach einer Häutung. Spinnen wachsen ein Leben lang. Junge Spinnen häuten sich recht oft, weil sie noch stark wachsen.
Adulte Tiere Häuten sich 1-2 mal pro Jahr. Ältere Tiere einmal pro Jahr oder noch weniger. Dies liegt daran, dass sie kaum noch wachsen.
Für die Häutung legen sich Spinnen auf den Rücken. Während dessen laufen im Inneren der Spinne für die Häutung wichtige Prozesse ab.
So wird Körperflüssigkeit in den Vorderkörper gepumpt, solange bis der Chitinpanzer aufplatzt. Damit wird die Häutung eingeleitet.
Danach streift die Spinne nach und nach die alte Haut ab. Zum Vorschein kommt die neue Haut, die meist intensivere Färbung als die alte
besitzt. Im Laufe der Zeit verblasst die neue Haut bei verschiedenen Spinnenarten mehr oder weniger. Während der Häutung darf die Spinne
nicht gestört werden. Deshalb dürfen sich auch keine Futtertiere im Terrarium befinden. Sie könnten die Spinnen anfressen, weil sie
bei der Häutung absolut wehrlos ist. Einige Wochen vor und nach der Häutung nehmen Spinnen kein Futter an. Währen der Häutung darf
das Terrarium auf keinen Fall austrocknen, weil das die Häutung gefährden und zum Tod der Spinne führen kann. Für viele Anfänger
sieht es so aus als ob die Spinne tot wäre, wenn sie bei der Häutung auf dem Rücken liegt. Sie darf auf keine Fall umgedreht werden.
Dies würde wahrscheinlicht ebenfalls zum Tod der Spinne führen. Sterbende oder tote Spinnen liegen niemals auf dem Rücken. Es sei denn es
handelt sich um Baumspinnen, die tot vom Baum gefallen sind.
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Kokon
Ein Kokon ist ein aus Spinnseite von der Spinnen gesponnener 'Sack', der die befruchteten Eier enthält. Im Kokon entwickeln sich die
Jungspinnen vom Ei über Nympfen zu kleinen Spinnen, die teilweise schon die Zeichnung der erwachsenen Spinnen besitzen. Der Kokon
wird vom Muttertier währen der Zeitigung streng bewacht und gegen Angreifen aggresiv verteidigt. Trotzdem sollte er bei manchen
Spinnenarten der Mutter entnommen werden und die Zeitigung in einem eigenen Behälter durchgeführt werden. Es gibt eineige Spinnenarten,
die den Kokon währen der Zeitigung auffressen können, wenn die Bedingungen nicht stimmen. Der Kokon sollte nach der Entnahme in einen
eignen Behälter gelegt werden, der in einer Ecke ein Stück feuchtes Küchenpapier enthält. Das Küchenpapier sollte nie austrocknen,
sollte aber auch nicht naß sein. Es sorgt für Feuchtigkeit im Behälter. Der Kokn selbst darf dabei nicht feucht werden. Dies
könnte dazu führen, das er zu schimmeln beginnt und die Eier dadurch absterben. Die Zeitigung dauert je nach Art und Temperaturen
6-10 Wochen. Der Kokon sollte erst nach 6 Wochen geöffnet werden, wenn die Eier bereits zu Nyphfen geworden sind und kleine Beinchen
besitzen aber noch keine Haare und keine Zeichnung. Nach dem Schlüpfen der Jungtiere sollten sie spätestens nach 3-4 Tagen
jeweils einen eigenen Behälter bekommen, weil sie sonnst anfangen sich gegenseitig zu fressen. Der Kokon enthält je nach Art 50-1000
Jungspinnen, so dass man gründlich überlegen sollte, welche Arten man verpaaren sollte und welche eher nicht. Arten, die viele Nachkommen
produzieren und leich nachzuzüchten sins, sind weniger gefragt und können kaum an den Mann gebracht werden, so dass man eine Menge Arbeit
und Kosten mit dem Füttern hat.
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Nachzuchten
Nachzuchten sind das Gegenteil von Wildfängen. Nachzuchten sind Spinnen, die von Züchtern nachgezüchtet wurden. Dabei können die Elterntiere
ebenfalls Nachzuchten oder Wildfänge sein. Des öfteren ist das Muttertier ein trächtiges Wildfangweibchen.
Dies ist soweit in Ordnung, wenn diese Nachzuchten in den Handel gebracht werden können und somit
dazu beitragen, dass keine weiteren Tiere aus der Natur entnommen werden. Es gibt mittlerweile eine Unmenge an verschiedenen
Vogelspinnenarten, die von deutschen Spinnenliebhabern gehalten werden, so dass es eigentlich nicht nötig ist weitere Tiere aus
der Natur zu entnehmen.
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Terrarium
An ein Terrarium für eine Vogelspinne sind keinen besonderen Anforderungen gestellt. Es sollte für kleine bodenbewohnende Arten
min. 20 x 25 x 20 cm und für große Bodenbewohner min. 40 x 40 x 30 cm sein. Für Baumbewohner gelten ähnliche Grundflächen. Nur
die Höhe sollte min. 40 cm betragen um diesen Arten ähnliche Bedingungen mit vielen Klettermöglichkeiten zu bieten. Für viele Arten genügt
Zimmertemperatur so dass nicht zusätzlich geheizt werden muß. Sollte eine Zusatzheizung notwendig sein, so muss ein Terrarium mit
Doppelluftung eingesetzt werden, weil sonnst keine Luftzirkulation vorhanden ist was zu Staunässe und zu beschlagenen Scheiben führt.
Es sollte grundsätzlich von oben geheizt werden, weil eine Bodenheizung nicht den Bedingungen in der Natur entspricht. Allerdings führt
die Beheizung von oben, z.B. durch Strahler, dazu, dass die Spinnen ständig versuchen an den Scheiben hochzuklettern und dabei ständig
abstürzen. Dies kann zu schweren Verletzungen des Abdomens führen. Am besten und auch am günstigsten ist aber einfach eine höhere
Zimmertemperatur, was natürlich nur dann möglich ist wenn für die Spinnen ein eigener Raum zur Verfügung steht. 24 °C sind eigentlich
für aller Arten ausreichend, so dass nicht für jedes Terrarium eine eigene Temperatur ermöglicht werden muss.
Als Bodengrund genügt für viele Arten normale Blumenerde. Diese sollte allerdings keine Düngemittelzusätze enthalten, da diese zu
Krankheiten und sogar zum Tod der Spinnen führen können. Um die Feuchtigkeit länger in der Erde halten zu önnen empehlt es sich
etwas Moos int Terrarium zu geben. Weiterhin kann in die Bodenerde Vermikulit zugegeben werden. Es speichert ebenfalls die Feuchtigkeit.
Eine Wasserschale ist bei vielen Arten nicht unbedingt notwendig, wenn ein Teil des Bodens ständig feucht gehalten wird. Einige Arten
trinken jedoch auch direkt aus einem angebotenen Behälter. Bei manchen Arten muß der Boden richtig nass gehalten werde um ähnliche
Bedingunge wie in der Natur zu ermöglichen. Die Höhe des Bodengrunds ist ebenfalls von der Spinnenart abhängig. Arten die eine Wohnröhre
bauen sollten entsprechend viel Erde bekommen damit sie sich diese bauen können. Es ist nicht ratsam grabenden Arten wenig Erde anzubieten
damit sie sich nicht vergräbt und immer zu sehen ist. Das führt dazu, dass die Spinne stehts unglücklich ist. Sie wird trotzdem versuchen
zu graben und wird sich ständig in eine Ecke verkriechen und dort zusammengekauert die meiste Zeit verbringen. Es gibt genügend Arten, die
den ganzen Tag außerhalb der Höhle sitzen oder erst gar keine bauen. Es empfiehlt sich auch immer einige Pflanzen im Terrarium zu pflanzen.
Es verbessert auf jeden Fall die Optik des Terrariums. Natürlich muß dann etwas öfter gewässert werden. Dies ist allgemein aber nur alle
1-2 Wochen notwendig, so dass der Aufwand sich in Grenzen hält. Es gibt jedoch viele Arten, die die Pflanzen ausgraben und somit
kaputt machen. Es ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert eine Pflanze ins Terrarium zu pflanzen. Am besten eignet sich da die Efeutute.
Sie ist sehr anspruchslos und gedeiht prächtig auch in schwach beleuchteten Terrarin. Sie ist in jedem Baumarkt erhältlich.
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Verpaarung
Die Verpaarung ist etwas was vorgenommen werden muss um Nachzuchten einer Spinnenart zu bekommen. Dazu braucht man zwei Elterntiere
die auf jeden Fall schon Zuchtreif also adult sein müssen. Dies ist bei einem Männchen nach der Reifhäutung der Fall, was an den veränderten
letzten Gliedern der Taster leicht erkennbar ist. Diese verändern sich durch die Reifehäutung zu Bulben, den primären Geschlechtsaorganen
des Spinnenmännchens. beim Weibchen ist die Geschlechtsreife etwas schwerer zu erkennen. Oft kann sie am Alter und Größe des Weibchen
geschätzt werden. Wenn man aber sicher gehen will, muss man sich das Weibche von seiner Unterseite anschauen. Ist die Epigastralfurche
flach - ist das Weibchen ehr unreif. Hebt sich diese jedoch von der flachen Unterseite etwas ab oder ist ist sie sogar leicht geöffnet
so dass ein heller Streifen zu erkennen ist, dann ist was Weibchen mit hoher Wahrscheinlichkeit geschlechtsreif und kann verpaart werden.
Die Verpaarung selbst ist allerdings bei vielen Arten gar nicht leicht. So muß das Weibchen sehr gut angefüttert werden damit sie das
Männchen nicht frisst bevor es zum Geschlechtsakt kommt. Viele Arten verhalten sich bei der Verpaarung absolut entgegen ihrem sonnstigen
Verhalten. Aggressive Arten sind absolut friedlich und friedliche Arten recht aggressiv und versuchen auf jeden Fall das Männchen
zu fressen. Bei vielen läßt sich aber das Verhalten an ihrer auch sonnst üblichen Verhaltensweise im Voraus abschätzen. Auf jeden Fall
ist es nicht grundsätzlich so, dass das Männchen gefresen wird. Weiterhin darf die letzte Häutung des Weibchens nicht zu lange zurückliegen.
In diesem Fall kommt es erst gar nicht zum Geschlechtsakt. Ebenfalls wichtig ist die Jahreszeit. Viele Spinnenarten lassen sich nur im
Frühling oder im Sommer verpaaren. Bei anderen spielt es kaum eine Rolle. Eine Erfolgreiche Verpaarung kann man daran erkennen, dass das
Weibchen sich strak krümmt während das Männchen die Bulben in die Epigastralfurchen einführt. Dies ist aber nciht bei allen Arten der Fall.
Wenn die Verpaarung geklappt hat ist es noch lange kein Garant dafür, dass das Weibchen auch einen Kokon baut. Die Bedingungen müssen
stimmen. diese sind jedoch bei vielen Arten nicht leicht zu erfüllen, weil sie zum Teil gar nicht bekannt sind. So bauen viele Arten
grundsätzlich keinen Kokon auch wenn die Verpaarung bilderbuchartig verlaufen ist und die Bedingungen stimmen. Solche Arten lassen sich
in Gefangenschaft einfach nicht nachzüchten. Bei anderen funktieniert es wiederum problemlos. Nach der erfolgreichen Verpaarung vergehen
je nach Art und äußeren Bedingungen 4-8 Wochen bis das Weibchen mit dem Kokonbau beginnt. Dazu spinnen sich viele Arten in ihrem Bau ein.
Die Zeitigung des Kokons dauert ebenfalls je nach Art unterschiedlich lang. Nach ca. 6-8 Wochen sollte man den Kokon aus dem
Mutterterrarium entnehmen, weil die Spinnen sonnst in diesem Terrarium schlüpfen und man sich damit eine Menge Arbeit erspart.
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Wildfänge
Wildfänge sind Spinnen, die in der Natur gefangen wurden. Mit dem Kauf von Wildfängen unterstützt man bewußt oder unbewußt
den Raubbau an der Natur. Es gab in der Vergangenheit immmer wieder Arten, die fast vollständig
aus ihren ursprüngichen Gebieten verschwunden waren. Es gibt mittlerweile genügend Züchter, die verschiedenste
Vogelspinnenarten nachzüchten und somit für genügend Nachschub an Spinnen sorgen. Wildfänge sollten nur dann
gekauft werden, wenn man ernsthafte Absichten hat, eine noch nicht frei erhältliche Vogelspinnenart nachzuzüchten
und somit dafür zu sorgen, dass in Zukunft keine Spinnen dieser Art aus der Natur entnommen werden. Das kaufen von Wildfängen
nur zum Zwecke der Haltung und Pflege ist verwerflich, da dies zur Ausrottung vieler Arten führen kann.
Händler, die große Mengen an Spinnen zum Teil illegal in den Verbreitungsgebieten fangen und schmuggeln oder
fangen und schmuggeln lassen, sollten boykottiert werden. Wildfänge werden sehr billig verkauft, weil sie
zu Preisen von 1-2 € von den Einheimischen in sehr großen Mengen eingekauft werden und ohne Rücksicht auf
zum Teil beträchtliche Verluste beim Transport, exportiert werden. Solche Geschäftemacher verhindern weiterhin mit ihren niedrigen
Preisen den Handel mit aus Deutschland stammenden Nachzuchten, weil diese nicht zu gleichen Preisen angeboten werden können.
Damit begünstigen sie wiederum die Ausbeutung der Natur. Viele Zooläden kaufen ihre Spinnen bei Großhändlern, die Wildfänge
importieren und verkaufen sie dann auch noch zu teilweise stark überhöhten Preisen. Deshalb sollte der Handel und Tausch zwischen
Haltern und Züchtern, die ihre Spinnen meist weit billiger verkaufen, gefördert und unterstützt werden.
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Versand von Spinnen
Grundsätzlich kann man Spinnen recht gut und sicher in einem Paket verschicken. Reisen bis zu 1-2 Wochen haben Spinnen, auch Spiderlinge,
bereits sehr gut überstanden. Natürlich kann der Versand nur in warmen Monaten geschähen, wobei es auch im Winter mit Schnellservice
gut möglich, jedoch wesentlich riskanter und teuerer ist. Außerhalb der Sommermonate sollte der Versand grundsätzlich mit einem Paket
erfolgen. Dabei kann das Paket z.B. ein Umzugskarton sein, das ca. 7 Euro Versandkosten bei der Deutschen Post kostet (Stand Mai '05).
Man sollte nach Möglichkeit auch einen großen Karton verwenden, damit man ihn innen mit viel Zeitungspapier ausstopfen kann. Weiterhin
können die Wände, und der Boden mit Styroporplatten ausgekleidet werden. Den Deckel sollte man natürlich auch nicht vergessen. Die Platten
sollten möglichst so zugeschnitten werden, dass sie gut passend, ohne Spalte das Karton auskleiden. Die bessere, aber auch teuere Lösung
ist natürlich eine Styroporbox. Diese sollte auf jeden Fall auch in ein Karton gepackt werden. In kälteren Monaten sollte ein sogenanntes
Heat-Pack im Karton nicht fehlen. Diese sind in Terraristik-Läden zu erhalten. Ein Heat-Pack gibt über ca. 24 St. Wärme ab, wenn es mit der
Luft in Kontakt kommt. Das Heat-Pack sollte im Karton nicht zu nah an die Behälter mit den Spinnen gelegt werden. Einige Lagen Zeitungspapier
als Trennwand sollten verwendet werden. Weiterhin darf das Heat-Pack nicht in einem zu kleinen Karton verwendet werden, weil es zu Überhintzung
und zur Erstickung der Spinnen führen kann, da es mit dem Sauerstoff der Luft reagiert. Weiterhin ist als Verpackungsmaterial auch Luftnoppenfolie
empfehlenswert, die in jedem Baumarkt günstig zu bekommen ist. In den warmen Sommermonaten kann auf das Küchenpapier, das auf den
Boden des Spinnenbehälters gelegt wird, etwas Wasser gesprüht werden. Dies ist allerdings nicht unbedingt notwendig, wenn die Spinne vorher
in einem gut befeuchten Terrarium war und voraussichtlich nicht länger als 3-4 Tage unterwegs sein wird. In den kältern Monaten des Jahres
darf auf keinen Fall Wasser in den Spinnenbehälter gesprüht werden. Wasser verbessert die Wärmeleitfähigkeit von Papier. Die Wärme kann somit
schneller aus dem Spinnenbehälter entweichen. Die Spinne würde schnell auf einem sehr kalten Untergrund sitzen und wahrscheinlich krank werden
oder gar sterben. Viele Spinnenarten können kurze Kälteschübe gut verkraften, andere dürfen auf keinen Fall unterkühlt werden. Das kommt ganz
darauf an aus welchen Gebieten eine Spinne stammt. Das Paket sollte gut mit Klebeband verschlossen werden und eine Aufschrift 'Oben hier!' sowie
'Bitte nicht werfen!' auf der Oberseite erhalten. Es sei darauf hingewiesen, dass der Versand von lebenden Tieren mit der Deutschen Post
nicht erlaubt ist. Da Spinnen keine Insekten, sondern Spinnentiere sind, gilt das für sie ebenfalls. Wenn man sich trotzdem dafür entscheidet, sollen
diese Ratschläge dazu dienen, alles mögliche dafür zu unternehmen, dass die Spinnen es sehr gut überstehen.
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